Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird dir sein, als leuchten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.
(Saint Exupery)

Danach zu Hause

Der Schmerz über den Tod des Kindes ist übergroß. Mit dem Verlassen des Krankenhauses muß man auch das Kind zurück lassen und allein nach Hause fahren. Da ist vielleicht schon das Kinderzimmer, der Kinderwagen - all die Dinge, um ein kleines Baby willkommen zu heißen.

Aber da ist kein Baby - nur Schmerz und Leere.

Zunächst muß sich der Körper der Frau wieder umstellen und von der Geburt erholen. Gegen den Milcheinschuss hilft ein Medikament, aber was hilft gegen die ohnmächtige Leere? Solange das Baby im Bauch war, auch nachdem es verstarb, war es ja da - nun ist dort nichts mehr.

So viel Kraft ist nötig, um die Leere aushalten zu können. Mitfühlende Worte von Freunden, Bekannten und Verwandten sind sicher lieb gemeint, meist sind es aber gerade die Begegnungen ohne Worte, die jetzt Halt geben. Es kann dennoch helfen, über den Verlust mit jemanden zu sprechen - ohne falsche Rücksicht auf die Umwelt, denn die muss das jetzt aushalten können und kann nur so Trost spenden.

In dieser ersten akuten Phase nach der stillen Geburt, wenn Kopf und die Seele voller Schmerz und Trauer sind, fällt es besonders schwer, sich in der gewohnten Umgebung zurecht zu finden. Viele Situationen im Alltag können jetzt tief treffen und das Erlebte schmerzhaft spürbar machen. Das niedliche Baby im Bus, die schwangere Frau beim Gynäkologen oder die glückliche Familie auf dem Spielplatz machen den übergroßen Verlust deutlich.

Sich mit dem Partner zurück zu ziehen, um Schutz in den eigenen vier Wänden zu suchen, kann helfen, durch diese ersten Tage zu kommen. Dennoch ist es wichtig, Hilfe zu suchen und auch annehmen zu können. Sie finden unter der Option: Informationen Adressen zu Vereinen und Gruppen, die weiterhelfen können.

Im akuten Schmerz über den Verlust ist es leider auch notwendig sich um die Beerdigung des eigenen Kindes zu kümmern.

weiterlesen: Die Beerdigung

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