Deine Hand, meine Hand,
du berührst mich, ich berühre dich.
Auch wenn wir getrennt sind,
sind wir für immer eins.
(Julie Fritsch)

Trauernde Mütter - trauernde Väter

Die Trauer um das still geborene Kind ist bei den einzelnen Partnern verschieden. Jeder trauert anders – jedoch gibt es auch naturbedingt unterschiedlich tiefe Bindungen an das Baby und somit auch Unterschiede in der Intensität des Trauerschmerzes zwischen Frauen und Männern.

Frauen erleben den Verlust des Babys unmittelbar – das Kind ist Teil ihres Körpers und hat die Frau körperlich-hormonell von Anbeginn der Schwangerschaft verändert. Hinzu kommen vielleicht Schuldgefühle der Frau, das "Kind nicht in das Leben gebracht zu haben" - verantwortlich für den Verlust des Kindes zu sein.

Die gemeinsame intensive Auseinandersetzung mit unserer Trauer kann helfen zu heilen. Die Narben auf unseren Seelen werden immer sichtbar bleiben, aber wir werden einen Weg aus der Finsternis finden und wieder Mut und Hoffnung schöpfen.

Männer weinen (nicht)!

Nach dem Schicksal einer stillen Geburt des Kindes sind es oft die Väter, die nach kurzer Zeit wieder in das Berufsleben zurückkehren müssen. Die Konfrontation mit der Umwelt, der Alltags- und Arbeitssituation geschieht in einer Zeit voller Schmerz und Trauer. Wie soll Mann sich verhalten?

Von Männern wird scheinbar erwartet, und die meisten werden das vielleicht auch selbst so empfinden, dass sie Stärke zeigen und mit Trauer und Leid zurecht kommen müssen – auch um ihre Partnerinnen zu schützen. In unserer modernen Gesellschaft sind immer noch viele dieser Erwartungen verankert.

Dabei fällt es gerade Männern oft schwer, Gefühle, ja Trauer, zu zeigen. Umso wichtiger kann es für Beziehungen sein, immer wieder Möglichkeiten zu suchen, gemeinsam trauern zu können.

weiterlesen: Trauern als Paar

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