Deine Hand, meine Hand,
du berührst mich, ich berühre dich.
Auch wenn wir getrennt sind,
sind wir für immer eins.
(Julie Fritsch)

Richtig trauern?

Wir trauern um unsere still geborenen Kinder. Sie waren so kurz bei uns und haben uns dennoch so tief berührt. Vom Anbeginn der Schwangerschaft waren sie bereits in unseren Träumen und Wünschen – in unserer Sorge. Sie werden nicht mit uns spielen können, und wir werden sie auch nicht aufwachsen sehen, dennoch werden sie uns immer begleiten.

Trauern wir zu sehr – das Kind war ja nicht lebend geboren? Ist der Tod eines Kindes in der 35. Schwangerschaftswoche schlimmer als in der 30. oder 20.? Ab wie viel Gramm trauern wir um ein Kind und nicht "nur" um einen Schwangerschaftsabbruch oder eine Fehlgeburt?

Der Mutterschutz und das Bestattungsrecht konfrontieren uns u. a. mit derartigen Fragen. Auch stoßen wir in unserem Umfeld auf Unverständnis für unsere tiefe Trauer. Oft ist die Beziehungslosigkeit unserer Gesellschaft zu Tod und Trauer spürbar, insbesondere wenn es um den Verlust von Kindern in der Schwangerschaft geht.

Auch die Kirchenordnungen machen Unterschiede zwischen Kindern, die gelebt, und solchen, die nicht gelebt haben. Eltern, die das beginnende Leben wahrgenommen und gespürt haben, denken anders darüber.

Trauer um unsere Kinder

Die Trauer um ein still geborenes Baby ist sicher anders als die Trauer um ein Kind, was uns bereits im Leben begleitet hat, dennoch ist unsere Trauer nicht abhängig von Größe und Gewicht – wir trauern aus Liebe zu unseren Kindern.

weiterlesen: trauernde Mütter und trauernde Väter

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