Deine Hand, meine Hand,
du berührst mich, ich berühre dich.
Auch wenn wir getrennt sind,
sind wir für immer eins.
(Julie Fritsch)

Trauern als Paar

Der Verlust des Kindes in der Schwangerschaft bedeutet für jede Partnerschaft eine sehr große Belastung. Es kann zu Missverständnissen zwischen den Partnern kommen und zu lang anhaltenden Krisen – manche Paare kommen leider nicht gemeinsam durch diese schwere Zeit.

Die unterschiedliche Trauer und Intensität des Schmerzes über den Verlust des Kindes, aber auch die verschiedenartigen Lebensumstände nach der stillen Geburt im Alltag und Beruf können zu Konflikten in der Partnerschaft führen. Es ist wichtig, die unterschiedlichen Reaktionen des Partners zu akzeptieren, denn erst durch unser gegenseitiges Verständnis können wir den Trauerprozess gemeinsam durchleben.

Die Beziehungen zu unserer Umwelt, zu Freunden, Bekannten und Verwandten wandeln sich – ebenso ist die Partnerschaft durch das gemeinsame Schicksal verändert. Es kann dazu kommen, dass sich Paare durch diese extreme Situation trennen, da sie keinen gemeinsamen Weg gefunden haben.

Oft wird die Partnerschaft aber durch das Durchlebte gestärkt. Die gemeinsam durchlittenen Momente und der geteilte Schmerz um das verlorene Kind können zwei Menschen noch enger miteinander verbinden.

Man hat in Abgründe gesehen und sich gegenseitig gestützt – ist verletzt und kann gemeinsam heilen.

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